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Die Orgel von Johann Konrad Wörle (KK94)
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Der Orgelbauer Johann Konrad Wörle wurde in Vils (Außerfern, Tirol) geboren und arbeitete spätestens ab 1733 in Rom, wo er sich zu Lebzeiten wegen seiner Instrumente großes Ansehen erwarb. Bis heute besteht kein Zweifel daran, dass er zu den besten Handwerkern seines Fachs zählt. Gegenwärtig sind etwa 35 von Johann Konrad Wörle zwischen 1733 und 1777 gebaute Orgeln bekannt. Davon sind etwa 20 Instrumente erhalten geblieben: Die Hälfte davon befindet sich in der Stadt Rom, die übrigen in den Provinzen Rom, Frosinone, Rieti, Viterbo und Terni; eine Orgel steht zudem in Corté auf Korsika. Sämtliche Orgeln Wörles stehen unter Denkmalschutz – in Italien als Beni Culturali, in Frankreich als Monument Historique.
Wörles kleine Orgel im Oratorio del Crocifisso, die für ihren Erbauer sehr typisch ist, wird hier in ihrer ursprünglichen Funktion als Begleitinstrument der Liturgie vorgestellt – und mit Musik verbunden, die zur selben Zeit in Rom entstand wie die Orgel selbst. Diese Musik wurde in handschriftlichen Quellen in Rom (Biblioteca Nazionale Centrale, Biblioteca dell’Accademia Nazionale) sowie in der Santini-Bibliothek in Münster überliefert und umfasst Werke von Andrea Basili, Girolamo Chiti, Lorenzo De Rossi, Gaetano Franzaroli, Giovanni Battista Martini, Domenico Zipoli und anonymen Komponisten.
Interpreten: Florian Bassetti, Orgel, Schola Benedictina des Klosters Muri Gries in Bozen